Sinkende Schülerzahlen und hohe Abbruchquoten setzen Unternehmen unter Druck. Die Berufsorientierungsmesse im Bildungszentrum bringt Jugendliche mit Betrieben zusammen.

920 Schüler, 48 Aussteller und acht Busse im Dauereinsatz: Die Berufsorientierungsmesse im Bildungszentrum der Sächsischen Wirtschaft (bsw) in Werdau wächst weiter. Für viele Jugendliche ist sie ein erster konkreter Schritt in Richtung Ausbildung – und damit auch ein Signal gegen Fachkräftemangel in der Region.
Schon früh herrschte im Bildungszentrum geschäftiges Treiben. Reisebusse rollten im Minutentakt auf den Hof, Schülergruppen stiegen aus, während Ausbilder und Personalverantwortliche ihre Stände vorbereiteten. 920 Jugendliche aus 14 Bildungseinrichtungen besuchten am Mittwoch die Messe – so viele wie noch nie in der 16-jährigen Geschichte des Aktionstages.

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Azubi Jonas Brehmer und Ausbilder Florian Funke erklärten die Perspektiven bei der Firma Rudert. Foto: bsw

Die Organisation lag in den Händen von Thomas Keller. Schulen aus dem Kreis Zwickau, Vogtland- und Erzgebirgskreis waren eingeladen. Hinzu kamen Teilnehmer aus dem Berufsvorbereitungsjahr des FAB Crimmitschau sowie aus einem Integrationskurs des Bildungszentrums. Busse der Firma Bustouristik Hühn pendelten im Dauereinsatz. Gegenüber dem Vorjahr ist die Teilnehmerzahl um rund ein Drittel gestiegen. Für viele der 48 Aussteller ist der direkte Kontakt zu de jungen Leuten entscheiden. Sie kamen überwiegend aus regionalen Unternehmen. Florian Funke von der Rudert Edelstahl-Technik aus Crimmitschau ist seit zehn Jahren dabei. Seine Firma sucht jährlich Azubis zum Anlagenmechaniker mit Fachrichtung Apparate- und Behälterbau. „Der Beruf ist viel abwechslungsreicher als viele denken“, sagt Funke. Gleichzeitig erschwere Unterrichtsausfall in den MINT-Fächern – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften sowie Technik – die Nachwuchsgewinnung.
Wie wichtig frühe Orientierung sein kann, zeigt der 17-jährige Jonas Brehmer. Er lernte das Unternehmen während der Woche der offenen Unternehmen kennen und absolviert heute dort seine Ausbildung. Auch bsw-Geschäftsführer Patrick Millies hält solche Angebote für entscheidend: „Angesichts sinkender Schülerzahlen und hoher Abbruchquoten brauchen wir strukturierte Berufsorientierung“. Im Bildungszentrum Werdau werden derzeit 2000 Jugendliche begleitet.

Aus der Freien Presse vom 06.03.2026, Text: André Kleber

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Tel.: +49 (0) 3762-9561-0
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